Jägersteig durch die Weizklamm

Juli 19, 2010

Am heißesten Tag des Jahres sportliche Großtaten vollbringen zu wollen ist kein besonders weiser Plan, in der Hitze der Stadt sitzen zu bleiben und vor sich hin zu brüten allerdings auch nicht. Um ein wenig Bewegung in der Natur zu bekommen ohne der allergrößten Hitze ausgesetzt zu sein fiel die Wahl darauf, die Weizklamm über den Jägersteig zu durchqueren.

Der Jägersteig führt hoch über der Straße, die durch die Klamm von Weiz nach Passail führt, an der Bergflanke entlang durch bewaldetes Terrain. Der Einstieg an der Südseite findet sich an der letzten Abzweigung bevor die Straße in die enge Durchfahrt der Klamm führt, schräg gegenüber des Betriebsgeländes des Steinbruches. Der Einstieg an der Nordseite liegt an einem kleinen, eher unscheinbaren Parkplatz, den wir auch prompt übersehen haben und das Auto unnötigerweise ein kleines Stück weiter entfernt abgestellt haben. Eine Unkonzentriertheit, die man womöglich auch auf die vorherrschenden Temperaturen zurück führen könnte. Der Weg zum Einstieg war weniger ob der zusätzlichen Strecke sondern eher da wir auf der engen Straße mit wenig Auswegmöglichkeit dem Autoverkehr ausgesetzt waren ein wenig ärgerlich.

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Bret Easton Ellis – Imperial Bedrooms

Juli 7, 2010

Bret Easton Ellis’ neuer Roman ist die Fortsetzung seines Erstlingswerks “Less Than Zero”, der Geschichte der stinkreichen, verdorbenen, moralisch verwahrlosten Jugend aus dem Umfeld der Filmbranche Hollywoods. Die Tradition des Autors, seine Werke über die handelnden Personen und Schauplätze miteinander mehr oder weniger stark zu verknüpfen, wird mit dem neuen Buch somit fortgeführt und sogar ausgebaut. “Imperial Bedrooms” dürfte auch auf sich allein gestellt lesbar sein, den Vorgänger, zu dem im ersten Abschnitt mit einem netten kleinen Kunstgriff der Bezug hergestellt wird, zu kennen kann aber nicht schaden.

Die Protagonisten des Romans sind erwachsen geworden, arbeiten beispielsweise als Manager in Hollywood oder, im Falle des Ich-Erzählers Clay, als Drehbuchautor. In seiner Eigenschaft als solcher kehrt dieser aus New York zurück nach Los Angeles um beim Casting für einen Film aus seiner Feder anwesend zu sein. Er lernt dabei eine junge Schauspielerin kennen, in die er sich umgehend verliebt.

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Stones in Exile – Rockin’ Movies im Landhaushof

Juli 1, 2010

Ich bin wahrlich weder ein großer Experte noch fanatischer Fan der Rolling Stones, aber ich habe mich am Dienstag im Landhaushof in Graz eingefunden und den Dokumentarfilm „Stones in Exile“ gesehen.

Der Film wurde als Eröffnungshighlight im Rahmen des Festivals „Rockin’ Movies“ gezeigt. Vorangestellt wurde der Vorstellung die Preisverleihung zum Rockin’ Movies Award, bei der Musikvideos heimischer Produktion ausgezeichnet wurden. Der erste Preis ging an die Incredible Staggers, die musikalisch am überzeugendsten waren, deren Video aber – eine bunter Reigen von Untoten und anderen Abscheulichkeiten – wenn auch technisch gut gemacht, für mich weniger ansprechend war. Generell war festzustellen, dass die filmischen Umsetzungen durchaus als gelungen zu betrachten waren, die musikalische Qualität des Gebotenen war aber teilweise eher mäßig bis erschreckend.

Nachdem die Prämierung überstanden war wurden schließlich die Stones im Exil gezeigt. Erstmals dem Publikum vorgeführt worden war der Film beim berühmten Festival in Cannes, die Vorstellung in Graz war die zweite öffentlich zugängliche Gelegenheit die Dokumentation zu sehen.

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Google Nexus One

Juni 24, 2010

Android, das freie, maßgeblich von Google entwickelte, Betriebssystem für Mobiltelefone (und andere Geräte) hat mich von der ersten Minute an überzeugt und begeistert. Das Samsung Galaxy, das seit einigen Monaten mein mobiler Begleiter ist, hat mich allerdings auf ganzer Linie enttäuscht. Ständige Abstürze, Reboots aus dem Nichts und das vollständige Fehlen jeglicher Software-Updates für das Telefon haben mir die Freude am System nachhaltig getrübt.

Nach Ersatz war ich unter diesen Voraussetzungen schon lange auf der Suche. Gefunden hatte ich ihn in Form des von HTC gebauten Google Nexus One schnell, besorgt war das Gerät weniger rasch. Das Nexus One ist bis heute in Österreich offiziell nicht verfügbar, nachdem es aber seit kurzer Zeit vom Betreiber Vodafone in Deutschland verkauft wird, habe ich zugeschlagen. Man kann das Telefon aus Deutschland vertragsfrei und offen für alle Netze beziehen. So konfiguriert funktioniert das Nexus One im heimischen Netz von A1 problemfrei.

Die Hardwareausstattung ist in allen Aspekten exzellent, es bleiben diesbezüglich keine Wünsche offen. Insbesondere der 1 GHz schnelle Prozessor lässt alle Aktionen angenehm flüssig ablaufen, was wenig verwunderlich ist. Ich kann mich an Zeiten erinnern, als Desktop-Rechner mit dieser Taktfrequenz als state of the art galten. Das große Display ist kristallklar und der Touchscreen reagiert auf alle Eingaben präzise und verlässlich. GPS, WLAN und Bluetooth zählen zu den Selbstverständlichkeiten moderner Smartphones und arbeiten so problemlos, wie man sich das nur wünschen kann.

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FLA Spieltag 3, 13.06.2010

Juni 15, 2010

Es läuft nicht besonders gut für die Panthers in der aktuellen Saison. Beim dritten Spieltag der Flag Liga Austria, ausgetragen am Viktor Franz Platz in Graz, mußten wir drei Niederlagen aus drei Spielen hinnehmen. Es war nicht unbedingt damit zu rechnen, dass wir einen der drei Gegner würden besiegen können, die relativ deutlichen Ergebnisse und die Art und Weise, wie diese zu Stande gekommen sind, schmerzen aber doch ein wenig.

Zur Ehrenrettung des Teams sei gesagt, dass wir nicht in Bestbesetzung antreten konnten. Vor allem im Angriff fehlte wertvolles Personal, was sich in der bescheidenen Punkteausbeute direkt widerspiegelt.

Ich hatte, im Gegensatz zum Spieltag davor, einen prächtigen Start in den Tag. Gegen die Styrian Studs war mir vor zwei Wochen noch so gut wie gar nichts gelungen wie gewünscht, was zu meiner Freude und Überraschung diesmal nicht der Fall war. Ich konnte drei Sacks im ersten Spiel des Tages verbuchen und bin knapp an einem vierten vorbei geschrammt. Eine neue Bestmarke für mich und ein richtig guter Einstieg in den Tag.

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Face in space

Juni 9, 2010

Die Space Shuttle Flotte der NASA steht kurz vor der Außerdienststellung, es stehen lediglich noch zwei letzte Flüge zur internationalen Raumstation ISS an. Angesetzt sind die beiden Missionen für September und November 2010, es werden Bau- und Ersatzteile für die Raumstation geliefert.

Die von zwei fatalen Unfällen überschattete Karriere der Shuttles, die im Jahr 1982 begonnen hat, geht damit zu Ende. Die Shuttles haben in ihrer aktiven Zeit nicht nur den Aufbau der ISS ermöglicht und maßgeblich voran getrieben, sondern auch das Hubble Teleskop ins All gebracht und gewartet, die russische Raumstation MIR besucht und viele Forschungsmissionen erfüllt.

Die NASA bietet nun als PR-Aktion Raumfahrtfans die Möglichkeit ein Foto von sich selbst auf diesen letzten beiden Einsätzen der Raumfähren Discovery und Endeavour in den Orbit zu schicken. Man kann sein Bild auf der Website der Aktion face in space hochladen und es so ins All befördern lassen. Nach Abschluss der Flüge werden die Teilnehmer auch ein vom Missionskommandanten unterzeichnetes Zertifikat erhalten.

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FLA Spieltag 2, 30.05.2010

Juni 2, 2010

Nachdem ich am ersten Spieltag der Flag Liga Austria aufgrund meines Aufenthalts in Lignano verhindert war bin ich beim zweiten Spieltag der laufenden Saison auch ins Geschehen eingestiegen. Mein Team hatte mit vier Spielen ein durchaus anspruchsvolles Programm zu absolvieren. Einen Bericht zum Geschehen gibt es am Blog der Panthers nachzulesen.

Für mich persönlich stehen immerhin drei Sacks und zwei erzielte Punkte zu Buche. Die zwei Punkte resultieren aus einer Safety, die meinem Konto gutgeschrieben wurde, was meiner Leistung allerdings ein wenig schmeichelt. Entstanden ist die Safety vor allem durch einen Fehler des Quarterbacks der Indians, der den Ball nach dem Snap nicht unter Kontrolle bringen konnte und in der eigenen Endzone verlor. Da ich bei diesem Spielzug als Blitzer für den Druck auf den Quarterback verantwortlich war, wurden mir die Punkte in der Statistik zuerkannt. Ein Geschenk, das ich natürlich gerne annehme.

Von meinen drei Sacks sind mir zwei gegen die Razorbacks gelungen, womit ich behaupten kann, daß ich meinen Teil zum ersten Sieg der Panthers in dieser Saison beigetragen habe. Der dritte Sack stammt aus dem Spiel gegen die Constables, die vor einem Jahr den Staatsmeistertitel errungen haben. In der Anfangsphase dieser Begegnung herrschten grauenhafte Witterungsverhältnisse, mit denen ich aber erstaunlicherweise relativ gut zu Recht kam. Begünstigt von den schwierigen Bedingungen wurden zweifellos die Verteidigungen beider Mannschaften. Enttäuschenderweise konnte dieses letzte Spiel des Tages von uns nicht gewonnen werden, obwohl wir lange einen Vorsprung halten konnten und zum Schluß nur vier Punkte fehlten. Ob die Chance den amtierenden Meister zu schlagen in absehbarer Zeit wieder so groß sein wird ist ungewiß.

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Sex And The City 2

Juni 1, 2010

Ich bin weder ein großer Fan oder regelmäßiger Verfolger der berühmten Fernsehserie, noch habe ich den ersten Kinofilm von Sex And The City gesehen, aber es hat keiner großen Überredungskunst bedurft, mich in diesen Film zu bekommen. Wahrscheinlich gehöre ich auch nicht wirklich zum engeren Kreis des Zielpublikums, aber interessiert hat mich der Film und der Hype rundum dann doch.

Die Handlung des Films wäre schnell umrissen, doch lohnt sich der Aufwand kaum, da eine solche nur mit gutem Willen und in Ansätzen zu erkennen ist. Das Spektakel beginnt auf einer Hochzeit zweier Männer und entwickelt sich dann zu einem Abenteuer in Abu Dhabi. Es geht um Beziehungen im Allgemeinen und eine Handvoll verschiedener Konstellationen mit ihren Luxusproblemen im Speziellen; die Details sind ebenso oberflächlich wie weitgehend belanglos.

Was eindrucksvoll vom Film in Erinnerung bleibt sind der unfaßbare Pomp und die geradezu unbeschreibliche Dekadenz, die dargestellt werden. Sex And The City spielt in einer vollkommen abgehobenen Glitzerwelt, durch die sich die Protagonistinnen bewegen. Eine “normale” Armbanduhr von Rolex als Geschenk zum Jahrestag taugt in dieser Welt nicht, es muß ein Vintage-Modell mit Spezialgravur sein, gegen das drohende Voranschreiten des Alters wird mit einem Arsenal an Hormonpräparaten zu Felde gezogen, das den Arzneischrank einer landläufigen Apotheke in den Schatten stellt und das vollzeitbeschäftigte Kindermädchen hat einen Universitätsabschluß in Pädagogik. Natürlich ist das alles nicht trocken ernst dargestellt, allein die Intensität mit welcher der Luxus in Szene gesetzt wird treibt den Film in ironisch-satirisch anmutende Sphären. Schließlich und endlich ist der Film vor allem eines: Leichte, seichte Unterhaltung in Überlänge.

Und es funktioniert ganz gut. Man kann sich in Sex And The City 2 setzen, das Gehirn ausschalten und/oder auf Durchzug schalten und sich eine Geschichte erzählen lassen, die einen nicht im Mindesten berührt, die nicht das Geringste mit dem gewohnten Alltag zu tun hat. Während der Film vor sich hin plätschert finden sich immer wieder Szenen, die zum Lachen anregen, wobei der Humor offensichtlich auch für Zuseher funktioniert, die sich nicht als Experten im Kennertum der Serie bezeichnen können. Komisch (wenn auch wahrscheinlich manchmal teils unfreiwillig) ist auch immer wieder das Spiel mit der amerikanischen Prüderie, auf die so mancher Seitenhieb abgefeuert wird.

Ich muß jetzt schon scharf nachdenken, wenn ich sagen soll, wie der Film endet, spätestens nächste Woche habe ich das und viel mehr sicherlich schon vergessen – aber das ist ausgesprochen egal. Der Streifen ist eine Eintagesfliege, gut für einen enstpannten Abend, nicht mehr und nicht weniger.

Das ist kein zwingend negatives Urteil. Ich habe es nicht bereut am Samstag ins Kino gegangen zu sein.

Gesehen habe ich die englische Originalversion. Meine Empfehlung lautet hier auf jeden Fall auf die deutsche Synchronfassung zu verzichten – der Film ist hervorragend zu verstehen und auf jeden Fall für fortgeschrittene Einsteiger der englischen Sprache keine zu große Herausforderung.

Leukämiehilfelauf Graz, 28.05.2010

Mai 31, 2010

Ich laufe seit einiger Zeit Wettkämpfe nicht mehr mit dem Ziel Bestzeiten und Platzierungen zu erreichen, sondern einfach um Spaß zu haben, in Bewegung zu bleiben und kleine Motivationsschübe zu erhalten und zu geben. Und wenn sich die Gelegenheit bietet laufe ich gerne auch für einen guten Zweck. So geschehen am vergangenen Freitag, als ich in Graz am Leukämiehilfelauf teilgenommen habe.

Wir sind 4,8 Kilometer in zwei Runden auf einem für mich leicht verwirrenden Kurs in und um den Stadtpark gelaufen. Das Wetter war glücklicherweise relativ angenehm mit nicht zu heißen Temperaturen und der Regen hat uns unglaublicherweise verschont. Ich habe erneut den Part des Trainers und Motivators übernommen und war etwas überrascht und sehr zufrieden, als sich im Ziel bestätigte, was ich während des Laufes vermutete: Wir waren deutlich schneller unterwegs als bei den vorangegangenen Laufveranstaltungen. Die Endzeit von knapp über 28:00 Minuten stimmt mich optimistisch für die kommenden Vorhaben. Als nettes Detail am Rande wurden wir beim Zieleinlauf von niemand geringerem als Moderatorenlegende Robert Seeger, der durch die Veranstaltung führte, namentlich genannt. Man fühlt sich in solchen Momenten so… glamourös ;-)

Das wichtigste an diesem Abend bleibt natürlich der Empfänger der Einkünfte aus dem Lauf – die Leukämiehilfe Steiermark. Ich hoffe sehr, dass mein Startgeld einen kleinen Teil dazu beitragen kann, Hilfe zu ermöglichen, für Menschen, die sich mit einer schrecklichen Krankheit konfrontiert sehen. Ich würde mich freuen, wenn nächstes Jahr noch mehr Läufer gemeinsam mit mir am Start stehen würden. Ich werde dabei sein, wenn ich die Möglichkeit habe.

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Beachvolleyball-Trainingscamp, Lignano

Mai 19, 2010

Offensichtlich führt es zu Schlechtwetter und Regen, wenn ich mich zur sportlichen Betätigung nach Italien begebe. Eine Vermutung, die sich seit vergangenem Wochenende leider durch neue empirische Daten erhärtet.

Dass sich das Wetter in Lignano von seiner unfreundlicheren Seite gezeigt hat ist insofern schade, als ich prinzipiell ein angenehmes, lustiges, herausforderndes und lehrreiches Wochenende hatte. Ich habe versucht, mir unter Anleitung von professionellen Trainern (Trainerinnen in meinem Fall), die Grundlagen des Beachvolleyball anzueignen, beziehungsweise das vorhandene Können zu verbessern. Das schöne daran, wenig Erfahrung und Spielpraxis in einer Sportart wie dieser zu haben ist, dass relativ schnell große Fortschritte bemerkbar sind, wenn man einigermaßen ernsthaft an die Trainingseinheiten heran geht.

Mein Ziel war und ist nicht, Beachvolleyball leistungsorientiert zu betreiben. Ich spiele seit einiger Zeit mehr oder weniger unregelmäßig mit Freunden zum Zeitvertreib und habe Gefallen daran gefunden. Allerdings sind die allermeisten meiner potentiellen Mitspieler – einige von ihnen haben auch das Trainingscamp besucht – einigermaßen fortgeschritten und zum Teil sogar Vereins- oder Cupspieler. Klarerweise ist ein zu großer Unterschied in den Fertigkeiten dem Zustandekommen interessanter Spiele hinderlich. Trotz des Ausfalls beinahe eines ganzen Trainingstages und suboptimaler Verhältnisse in der verbleibenden Zeit bin ich doch der Ansicht vieles gelernt zu haben, das sich demnächst auf dem Sandplatz anwenden wird lassen.

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